Do

06

Mär

2014

Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer erfolgt über Hochschulstudium

Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer: Hochschulstudium und Berufserfahrung

 

Die Zulassung zum Wirtschaftsprüfer erfolgt durch die Wirtschaftsprüferkammer. Bevor diese erfolgen kann, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehört neben dem Nachweis einer Berufshaftpflicht für Wirtschaftsprüfer und persönlichen Voraussetzungen wie der gesundheitlichen Eignung insbesondere der Abschluss eines Hochschulstudiums. In den nachfolgenden Abschnitten wir der Ausbildungsweg eines Wirtschaftsprüfers näher vorgestellt.

 

Hochschulstudium im Bereich BWL, VWL oder Jura am üblichsten

 

Zwar müssen angehende Wirtschaftsprüfer den Abschluss eines Hochschulstudiums vorweisen. Dieses ist jedoch nicht an eine bestimmte Studienrichtung gebunden. Typischerweise studieren Interessierte Betriebswirtschaftslehre. Doch auch andere Studienfächer wie Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften oder Wirtschaftsrecht sind geeignet. Die meisten Universitäten legen dabei die Vorlesungen und Seminare in den betriebswirtschaftlichen Studiengängen auf ein späteres Examen zum Wirtschaftsprüfer aus. Dieses kann jedoch erst nach mehreren Jahren Berufserfahrung absolviert werden.

 

Berufserfahrung ist zur Zulassung zum Wirtschaftsprüferexamen notwendig

 

Bevor das Wirtschaftsprüferexamen abgelegt werden kann, müssen einige Jahre Berufspraxis nachgewiesen werden. Diese richtet sich nach der Regelstudienzeit:

 

Mindestens 8 Semester

3 Jahre Berufserfahrung

Weniger als 8 Semester

4 Jahre Berufserfahrung

 

Zudem muss die berufliche Erfahrung als Mitarbeiter eines Wirtschaftsprüfers, einer Wirtschaftsprüfergesellschaft, eines vereidigten Buchprüfers, einer Buchprüfergesellschaft oder einer sonstigen Prüfungseinrichtung geleistet werden. Bei dieser muss mindestens 2 Jahre im Bereich Abschlussprüfung gearbeitet werden.

 

Wirtschaftsprüferexamen als letzter Schritt der Berufsausbildung

 

Das Wirtschaftsprüferexamen ist der letzte Schritt vor der Zulassung zum Wirtschaftsprüfer. Dieses besteht aus sieben Klausuren und einer mündlichen Prüfung in den Gebieten:

 

·       Steuerrecht

·       Angewandte Betriebswirtschafts- /Volkswirtschaftslehre

·       Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht

·       Wirtschaftsrecht

 

Je nach eingeschlagenem Ausbildungsweg, zum Beispiel eines spezialisierten Bachelor- oder Masterstudiengangs, kann das Examen verkürzt werden.

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Di

25

Feb

2014

Beruf Wirtschaftsprüfer: Voraussetzungen und Berufspflichten

Voraussetzungen und Berufspflichten eines Wirtschaftsprüfers

 

Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist besonders anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Verantwortung. Zu den Hauptaufgaben eines Wirtschaftsprüfers gehören die Begutachtung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und die Prüfung von Unternehmens-Jahresabschlüssen. Da es sich dabei um vertrauliche Daten sowie zum Teil um sehr hohe Summen handelt, werden an den Wirtschaftsprüfer einige Anforderungen geknüpft, bevor dieser den Beruf ausüben darf.

 

Studium, Berufserfahrung und persönliche Anforderungen: Berufsvoraussetzungen

 

Um als Wirtschaftsprüfer zugelassen zu werden, müssen Kandidaten einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört einerseits ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Andererseits werden mindestens drei Jahre Berufserfahrung, zum Beispiel in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, vorausgesetzt. Zwei Jahre davon sollte im Bereich der Abschlussprüfung absolviert werden. Zudem müssen persönliche Anforderungen erfüllt werden. Neben der gesundheitlichen Eignung und dem Nachweis eines berufspflichtkonformen Verhaltens, muss der angehende Wirtschaftsprüfer geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen. Zudem muss diesem erlaubt sein, ein öffentliches Amt zu bekleiden. Wichtig ist ebenfalls der Nachweis eines Versicherungsschutzes für Wirtschaftsprüfer. Zugelassen werden Wirtschaftsprüfer nach dem erfolgreichen Bestehen eines bundesweit einheitlichen Examens, welches von der Wirtschaftsprüferkammer durchgeführt wird.

 

Berufspflichten: Verantwortung, Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit

 

Nach der Zulassung zum Wirtschaftsprüfer sollte dieser einige Berufspflichten erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel:

 

  • Unabhängigkeit
  • Unparteilichkeit
  • Unbefangenheit

 

Dies bedeutet, dass der Wirtschaftsprüfer frei von Einflüssen Dritter über die vorgelegten Unternehmensunterlagen urteilt. Zudem verpflichtet sich der Wirtschaftsprüfer zu Verschwiegenheit. Somit darf dieser die ihm anvertrauten Daten nicht weiterleiten oder unbefugt offenlegen. Auch sollte ein Wirtschaftsprüfer gewissenhaft und eigenverantwortlich bei der Kontrolle von Abschlussprüfungen vorgehen.

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Mo

17

Feb

2014

Aufgabenbereiche eines Wirtschaftsprüfers: Prüfung und Beratung

Aufgabenbereiche des Wirtschaftsprüfers: Jahresabschlussprüfung und Wirtschaftlichkeitsprüfung

 

Der Beruf Wirtschaftsprüfer verfügt über einen vielfältigen Aufgabenbereich. 
Dabei ist die Prüfung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens
nur ein Bestandteil eines umfangreichen Tätigkeitsfelds.
Im Vordergrund steht dabei die Prüftätigkeit. So ist jedes
Unternehmen ab
einer gewissen Größenordnung oder aufgrund
selbst auferlegter Regularien
verpflichtet, einen Jahresabschluss
und gegebenenfalls einen zusätzlichen Lagebericht zu verfassen.
Dieser muss laut Gesetz von einem Wirtschaftsprüfer begutachtet
werden. In einem Jahresabschluss enthalten sind üblicherweise:

 

·       Informationen zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

·       Bilanz

·       Gewinn- und Verlustrechnung

 

Da viele weitere Institutionen von der Richtigkeit der dargelegten Zahlen abhängig sind, müssen diese von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert werden.

 

Wirtschaftsprüfer arbeiten auch bei der Gründung und Umwandlung eines Unternehmens mit

 

Neben der Prüfung des Jahresabschlusses fallen einem Wirtschaftsprüfer viele weitere Aufgaben zu. So können diese bei der Gründung oder Umwandlung eines Unternehmens die Finanzierung und damit die Wirtschaftlichkeit dieses prüfen. Auch öffentliche Zuschüsse oder Investitionsvorhaben werden von Wirtschaftsprüfern begutachtet. Weiterhin übernehmen diese die Prüfung von Geschäftsführungen und deren wirtschaftlichen Verhältnissen. Dabei können diese entweder vom Gesetz vorgeschrieben oder einem Unternehmen in Auftrag gegeben werden.

 

Wirtschaftsprüfer beraten zu betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Fragen

 

Die Beratertätigkeit nimmt einen großen Teil des Aufgabenbereichs des Wirtschaftsprüfers ein. Dieser berät Unternehmen zu betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Fragen, zum Beispiel bei der Unternehmensgründung oder –Umwandlung. Auch beraten diese bei Investitionsvorhaben und unterstützen bei der Gestaltung von Verträgen. Ebenso helfen Wirtschaftsprüfer bei der Finanzierungs- und Vermögensberatung sowie bei Fragen zum Versicherungsschutz.

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